Der Kumpel beim Online-Shopping: PayPal ist die beliebteste Zahlungsmethode

Thomas Jacob 20/01/2020

Dank der Beliebtheit von E-Commerce und Online-Shopping hat sich auch unser Verhältnis zum Geldverkehr rapide gewandelt. Bargeld adé, kaum jemand trägt es noch bei sich, doch auch Kreditkarten werden zunehmend als unsicher empfunden und häufig vermieden, immerhin können sie gestohlen und gefälscht werden. Zinsraten und Verschuldungsrisiko sorgen zudem dafür, dass immer mehr Konsumenten vom Plastikgeld Abstand nehmen. Umso populärer werden Online-Zahlungsmethoden und virtuelle Banken, die geringe Gebühren fordern und Transaktionen sicher und schnell abwickeln. Während es immer mehr Anbieter gibt, läuft PayPal als eine der ältesten digitalen Zahlmethoden der Konkurrenz noch immer den Rang ab.

PayPal genießt eine weite Verbreitung

PyPal logoFast jeder Online-Shop besitzt inzwischen die Option über ein persönliches oder Firmenkonto mittels PayPal zu bezahlen. Von großen E-Commerce Seiten wie Ebay oder Amazon aber auch kleinen E-Shops wird der Kunde direkt vom Warenkorb zu PayPal weitergeleitet, wo – gerade bei Käufen in anderer Währung – bequem der umgerechnete Kurs angezeigt wird und der Kauf datensicher abgeschlossen werden kann. Auch das Empfangen von Geld ist einfach, der Sender braucht nur die entsprechende E-Mail-Adresse des Empfängers und kann aus aller Welt umgehend eine Rechnung begleichen oder privat Geld versenden. In den USA besteht sogar die Option eines Paypal-Kredits, der in Sekundenschnelle angefragt, autorisiert und verwendet werden kann, ohne dass der Kreditempfänger auf eine Karte in Post warten muss.

Kein Wunder also, das PayPal weltweit die beliebteste Zahlungsmethode ist. Laut einer Studie von ECC Payment favorisieren auch die Deutschen neben dem Bezahlen per Rechnung (41.3 Prozent) die Geschäftsabwicklung per PayPal (32 Prozent) – weit vor Kreditkarten (8.5 Prozent) und Lastschriftverfahren (8,7 Prozent). Dabei nimmt die Vielfalt an Zahlungsoptionen der Studie zufolge ständig zu – Online-Shop Betreiber bieten aktuell im Durchschnitt sieben verschiedene Zahlungsverfahren an.

Fusionierung mit X.com sorgt für mehr Kunden

Es mag eine Frage des Vertrauens sein, denn immerhin gibt es PayPal bereits seit 1999, im Jahre 200 wurde das Unternehmen von Elon Musk mit dessen Online-Bezahlsystem X.com fusioniert, bald darauf wurde x.com als Name eingestellt, und PayPal ist seitdem weltweit der Inbegriff für praktischen Online-Geldtransfers. Zahlreiche Anbieter versuchen das Konzept zu kopieren, jedoch nicht angehend mit dem gleichen Erfolg, denn in Sachen Geldverkehr zählt vor allem eines: Vertrauen in die Institution.

Das gilt auch im Bereich von Online-Casinos wie beispielsweise das bekannte Eurogrand Casino, das auch Geldeinsätze und Gewinnauszahlungen von e-wallet Unternehmen wie Skrill oder Neteller akzeptiert. Der globale Anbieter Skrill bietet dabei nicht nur kostenlose Transfers an, sondern auch den Erwerb und das Bezahlen mit Kryptowährung; Neteller ist ein strategischer Partner des Unternehmens, der den Transfer zum Bankkonto übernimmt. Beliebt sind im Online-Gambling Bereich auch sogenannte PaySafe-Cards – prepaid Online-Zahlmethoden, die über Voucher samt PIN-Code abgewickelt werden und auf diese Weise ein großes Maß an Anonymität garantieren.

Beim Glücksspiel und Sportwetten gibt es dabei jedoch Beschränkungen: PaySafe Cards besitzen ein Limit von 1000 Euro, wobei auch dieses nur durch Kombinieren verschiedener PINs ausgeschöpft werden kann. Zudem erlauben PaySafe Cards es dem Kunden nicht, das Geld abzuheben, es kann weiterhin nur von der Karte aus genutzt werden.

Die Wahl des Produkts entscheidet oft für die verwendete Zahlungsmethode

Zahlung OnlineDie Frage des Produktes bestimmt in der Regel die präferierte Zahlungsmethode. Haushaltsgeräte und Möbel, aber auch Kleidung und Schmuck werden laut Forschung und Wissen in Deutschland am liebsten auf Rechnung gekauft werden, PayPal dominiert hingegen bei kleineren Anschaffungen, digitalen Produkten und Downloads, Computerspielen, aber auch beim Glücksspiel und Sportwetten.

Generell lässt sich die Beliebtheit von Online-Zahlmethoden an der Höhe der Gebühren und der Geschwindigkeit einer Abwicklung messen. Banktransfers werden immer seltener genutzt, da es bis zu fünf Werktage dauern kann, bis das Geld beim Empfänger eintrifft. PayPal hingegen garantiert den Transfer von eingehenden Summen auf das Bankkonto mittels 48 Stunden, oftmals ist das Geld jedoch bereits binnen 24 Stunden verfügbar, ganz gleich, von wo auf der Welt es gesendet wurde.

Immer relevanter wird auch die Frage nach mobilen Apps und der Möglichkeit vom Smartphone aus zu bezahlen. Google Pay oder Apple Pay, das nicht nur vom Mobiltelefon, sondern sogar von der Apple Watch per Bewegung des Handgelenks genutzt werden kann, gehören hier zu beliebten Methoden. Es ist vor allem die sogenannte Gen-Z Generation, die kontaktloses Bezahlen bevorzugt und Kredit- wie auch Girokarten immer seltener nutzt. Eine internationale Studie von PaySafe ermittelte: 40 Prozent der 16- bis 24-Jährigen ist mit In-App und mobile Wallet Bezahlungen vertraut, Österreich liegt mit 39% im Schnitt, während Kanada mit 52% die Spitzenposition belegt, gefolgt von Großbritannien mit 50 Prozent und der USA mit 48 Prozent.

Die meisten Online-Zahlmethoden verfügen inzwischen über praktische Apps, so dass sie überall und jederzeit genutzt werden können. Fest steht, dass der internationale Zahlungsverkehr immer schnell, unkomplizierter und aufgrund steigenden Konkurrenzdrucks auf immer günstiger wird. Die Zukunft ist digital, wenngleich Konsumenten beim Einkaufen im Laden noch immer gerne Bargeld verwenden. Der Trend analogen Einkaufens ist jedoch rückläufig, E-Shopping wird immer gefragter, da es nicht von Ladenöffnungszeiten abhängig ist und lästige Warteschlangen vermeidet. Welche Trends sind also für die Zukunft zu erwarten?

Fazit: Wird PayPal weiter an der Macht bleiben?

Es bleibt fraglich, ob es einem der vielen Online-Zahlungsanbieter gelingen wird, PayPal vom Thron zu stoßen, da sich der Anbieter größter Beliebtheit und eines sicheren Rufes erfreut. Spannend bleibt die Frage nach der Zukunft von Kryptowährungen als etablierte Zahlungsmethoden im digitalen Geldverkehr. Sie haben bereits ihren Weg in Online-Casinos und Glücksspiele gefunden. Vereinzelte Läden erlauben die Bezahlung per Bitcoin ebenso wie einige Online-Shops. Die Transaktion kann hier über ein sogenanntes Schlüsselpaar erfolgen – eine Kombination aus einem öffentlichen und privaten Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel ist eine Adresse, die ähnlich wie eine Bankkontonummer für jedermann sichtbar ist. Der private Schlüssel gleicht dem Prinzip einer TAN-Nummer und ist nur auf dem entsprechenden Wallet zu finden, auf dem die Cryptocoins liegen – dieser wird benötigt, um eine Transaktion zu verifizieren. Wie schnell sich dieser technologische Trend verbreiten und ob bald auch PayPal das Bezahlen mit Kryptowährung ermöglichen wird, bleibt allerdings noch abzuwarten.

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