Langfristiger Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen

Thomas Jacob 13/03/2018


Exchange Traded Funds (ETFs) gehören seit Jahren zu den Lieblingsinvestments bei vielen Privatanlegern.

Einer der Vorteile von ETFs ist bessere Risikostreuung gegenüber der Investition in einzelne Aktientitel. Das geschieht dadurch, dass in den Fonds alle Papiere eines Marktes zusammengefasst sind. Es kann mit den ETFs dementsprechend in einen ganzen Markt investiert werden, ohne mühsam alle einzelnen den Markt bestimmende Titel zusammentragen zu müssen. Der Anleger braucht sich auch keine Gedanken über die Gewichtung einzelner Aktien in seinem Portfolio machen. Bei Marktveränderungen muss auch nicht ständig umgeschichtet und nachjustiert werden, um einen Index wie den Dax oder den Stoxx Europe 600 im Depot fortlaufend nachzubilden. Das geschieht mit ETFs automatisch.

ETF SparplanEin weiterer Vorteil ist, dass die Anteile wesentlich kostengünstiger erworben werden können, als beim Kauf einzelner Aktientitel. Schließlich fallen bei jeder einzelnen Transaktion Ordergebühren an, die sich gerade bei kleineren und mittleren Investments bemerkbar machen. Auch Anpassungen und Umgewichtungen im selbst gestalteten Aktienportfolio können schnell einen Großteil der Wertsteigerungen wieder zunichtemachen. Eine Binsenweisheit unter Brokern lautet daher auch „Hin und her macht Taschen leer!“. Mit ETFs sind die Anleger dagegen „gebührenmäßig“ auf der sicheren Seite. Allerdings hat nicht jeder immer das Geld in der Tasche, um einen ordentlichen Schwung ETF-Anteile zu erwerben. Hier helfen ETF-Sparpläne. Eine Auswahl finden Anleger zum Beispiel unter etfs.de. Anleger können bei ETF-Sparplänen selbst festlegen, wie lange oder welchen Betrag sie ansparen wollen. Dabei sollte jedoch langfristig gedacht werden. Im Langfristzeitraum versprechen ETF-Sparpläne meist recht gute Renditen.

Funktionsweise ähnlich wie beim Aktienfonds-Sparplan

Genauso wie beim herkömmlichen Aktienfonds können Anleger in ETF-Sparplänen einen monatlich festgelegten Betrag in den Fonds einzahlen. Immer dann wenn genügend Geld für einen Anteilsschein zusammengekommen ist, wird dieser automatisch erworben. Der überschießende Baranteil verbleibt je nach Konstruktion entweder auf dem Depotkonto beim Broker oder direkt als Baranteil im Fonds, bis ein neuer ETF-Anteil zugekauft werden kann. Naturgemäß enthält die Anlage in einem ETF-Sparplan somit immer einen gewissen Betrag an Barvermögen. Von einer nennenswerten Verzinsung dürfen Sparer angesichts des aktuellen Niedrigzinsniveaus allerdings nicht ausgehen.

Der besondere Vorteil ist, dass Arbeitnehmer auch ihre monatliche VL-Sparzulage für ETF-Sparpläne nutzen können. Die Performance der ETF-Anteile im Sparplan hängt unmittelbar von der Entwicklung des zugrundeliegenden Index ab, der im Fonds abgebildet wird. In den letzten Jahren kannten die Börsen allerdings nur einen Weg: Nach oben. Wenn es allerdings im Gesamtmarkt abwärts geht, schlägt der Trend umgekehrt auch voll auf den ETF-Fonds durch. Das ist bei Investments in Aktienfonds jedoch genauso. Im Vergleich zur Anlage in einzelne Aktien, sind ETF-Sparpläne jedoch deutlich risikoärmer, weil Kurschwankungen einzelner Papiere durch eine gute Entwicklung anderer wieder aufgefangen werden. Für einzelne Aktien, die im Fonds enthalten sind, dürfen die Anleger bei guter Konjunktur ebenfalls mit Dividenden rechnen. Die Dividendenauszahlungen sollten zum Vermögensaufbau jedoch thesauriert und nicht ausgeschüttet werden. Das heißt, die Dividenden verbleiben nach Abzug der Steuern im Fonds und erhöhen den Wert.

Hohe Flexibilität beim Sparen

Wer zwischendurch in der Ansparphase mit einigen Raten aussetzen möchte, kann das in der Regel jederzeit tun, ohne dass irgendwelche Nachteile entstehen. Der Kauf weiterer Anteile erfolgt erst dann wieder, wenn genügend Geld angespart wurde. Die ETF-Sparpläne zeigen sich somit perfekt der persönlichen Situation des Sparers angepasst. Der vorzeitige Verkauf von Anteilen ist zwar möglich, jedoch muss in diesem Fall mit einigen Gebühren gerechnet werden. Insgesamt halten sich die Gebühren für ETF-Sparpläne allerdings in Grenzen. Besonders günstig können ETFs und ETF-Sparpläne bei Direktbanken und Online-Brokern erworben werden. Hierzu müssen Anleger lediglich ein Depot eröffnen, was online schnell und unkompliziert erledigt ist. Viele Online-Broker offerieren ihren Neuanlegern nach der Kontoeröffnung ein kostenloses Demo-Konto, mit dem Orders geübt und daraus resultierende Wertentwicklungen der Anlagen beobachtet werden können. Außerdem werden „Webinare“ und Schulungsmaterialien angeboten, die den Anlegern den Einstieg in bestimmte Anlageformen erleichtern und das Verständnis für spezifische Marktmechanismen fördern.

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