Alternative zum Sparen – Aktien handeln?

Thomas Jacob 29/08/2016

In Zeiten in denen das Zinsniveau sinkt und sinkt, suchen viele Menschen nach einer Alternative zum klassischen Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Denn während man vor einigen Jahren noch zwei oder drei Prozent Zinsen bekam, liegt die Verzinsung heute zwischen 0,1 und 0,5 Prozent. Manche Banken erheben sogar schon Strafzinsen für zu hohe Guthaben.

Eine Alternative dazu kann der Handel mit Aktien sein. Daher haben wir uns diese Möglichkeit des Sparens etwas genauer angeschaut.

Was sind Aktien?

Aktienkurs

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Aktien sind Anteile an einer Aktiengesellschaft (AG), die den Aktionär zum Miteigentümer des Unternehmens machen, und dienen der AG vorrangig zur Kapitalbeschaffung. Für Anleger kann der Kauf oder der Handel mit Aktien verschiedene wirtschaftliche Ziele haben.

Aktien können zum einen als dauerhafte und langfristige Geldanlage dienen. Aber natürlich ist eine Aktie auch ein Spekulationsobjekt, wenn sie durch geschickte Käufe und Verkäufe Spekulationsgewinne einbringt.

Dabei kann die Rendite deutlich höher liegen als bei herkömmlichen Sparformen.

Allerdings ist auch das Risiko entsprechend höher, denn im schlimmsten Fall kann der Totalverlust des Kapitals drohen, wenn das Unternehmen insolvent geht.

Für Anleger gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten mit Aktien zu handeln:

1. Aktienfonds

Bei Aktienfonds erwirbt der Anleger Anteile an einem Investmentfonds, der überwiegend oder ausschließlich in Aktien investiert. Die Fonds können national, international oder auch branchenspezifisch ausgerichtet sein.

Der Vorteil ist hier, dass der Anleger selber nicht permanent die Börsenkurse kennen und verfolgen muss, sondern die Kauf- und Verkaufsentscheidungen an das Fondsmanagement abgibt. Dadurch hat er allerdings auch keinen direkten Einfluss, sondern kann sich nur anhand der Ausrichtung des Fonds orientieren. Ein weiterer Vorteil ist die breitere Streuung der Aktien. Verluste einzelner Werte fallen hier nicht so deutlich ins Gewicht, wie bei einer einzigen Aktie.

Ein Nachteil sind sicher die Kosten die entstehen. Je nach Fondsgesellschaft werden Ausgabeaufschläge und Rücknahmegebühren für jede Transaktion erhoben. Zusätzlich können auch noch Depotgebühren bei der Bank anfallen. Diese Kosten zahlt der Anleger direkt. Die Aufwendungen für das Fondsmanagement werden normalerweise aus dem Fondvermögen bestritten und schmälern somit die Rendite.

2. Aktiendirekthandel

Aktienhandel Screen

Man sollte mit Zahlen umgehen können, wenn man in den Aktienhandel einsteigen will.

Wer selber direkt mit Aktien handeln möchte, kann das heutzutage zum Beispiel mit einem Direktdepot via Internet relativ unkompliziert tun. Auch die Kosten des online Aktienhandels sind hier moderat.

Allerdings ist hierbei der Zeitaufwand weit größer und auch das Risiko ist höher als bei einem Aktienfonds. Denn geht die eine Aktie in den Keller, wird der Verlust sehr schnell spürbar.

Die Auswahl einer oder mehrerer Aktien sollte wohl überlegt sein, und vor allem sollte nur Geld investiert werden, das über längere Zeit nicht gebraucht wird!

Sehr schön formuliert hat das seinerzeit André Kostolany (1906-1999), ein ungarisch stämmiger, amerikanischer Börsenkolumnist:

„Gehen Sie an die Börse und stecken Sie Ihr Geld in Aktien. Dazu kaufen Sie sich in einer Apotheke eine große Dosis Schlaftabletten. Nach vier Jahren wachen Sie als reicher Mann wieder auf.“

Die Süddeutsche Zeitung hat es gut beschrieben, was zu beachten ist. Hier geht es zum Artikel.

3. Handel mit CFDs (Contracts for Difference)

Eine Alternative, die es ermöglicht hohe Gewinne zu erzielen aber umso risikoreicher ist, ist der Handel mit sogenannten Differenzkontrakten. Bei Aktien ist der Besitzer direkt am Unternehmen beteiligt. Bei den CFDs, die als Derivate gelten, ist der Besitzende Inhaber einer Forderung. Der Wert des Derivats leitet sich vom Basiskurs der Aktie ab (oder vom Wert der Rohstoffe, des Forex bzw. was Inhalt der Forderung ist). Allerdings wird meist ein größerer Hebel verwendet, was sehr hohe Gewinne ermöglicht aber auch das Risiko stark erhöht. Anbieter wie Plus500 haben sich darauf spezialisiert und es ist sicher eine gute Möglichkeit, um online Geld zu verdienen. Allerdings sollte man vorher traden lernen, damit nicht im Nachhinein das Geschrei groß ist. Es gibt eine Reihe von Internetseiten, die zeigen, wie es richtig geht. Empfehlenswert ist unter anderem www.cashinfo.at.

Fazit

Auch mit wenig Startkapital ist der Handel mit Aktien möglich und auch sinnvoll. Denn wenn in solide Firmen investiert wird, ist die Rendite mit großer Wahrscheinlichkeit höher als auf einem Sparbuch, und das Kapital kann stetig wachsen. Wer das Risiko nicht scheut kann auch richtig traden und mit Derivaten hohe Gewinne erzielen.

 

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