eBooks – Alle Vorteile auf einen Blick

Thomas Jacob 17/06/2014

Längst haben die eBooks mit den alten Vorurteilen aufgeräumt: Der praktischen elektronische Buchgenuss sei „verankert im Markt“, wie der Titel einer neuen Studie des Börsenvereins des deutschen Buchhandels behauptet. Immer mehr Menschen greifen zur Literatur in elektronischer Form. Was diese im Gegensatz zum herkömmlichen Buch besser kann, verrät der folgende Artikel.

Umsatzanteil der eBooks im Buchmarkt 2013

Umsatzanteil der eBooks im Buchmarkt 2013
© Börsenverein des deutschen Buchhandels

Die neueste Studie des Börsenvereins behauptet, das eBook sei verankert im Markt – und meint damit, dass der Anteil an eBooks auf dem deutschen Markt rasant wächst. Zwar liegt der Umsatzanteil des eBooks im Buchmarkt nur bei 3,9 Prozent, und es gibt immer noch wesentlich mehr Menschen, die gedruckte Bücher kaufen. Aber der Fortschritt des eBooks ist nicht aufzuhalten; immer mehr Menschen sind im Besitz eines eBook-Readers und kaufen sowohl eBooks als auch gedruckte Bücher. Die Studie, die Experten in Verlagen befragt, beweist, dass alle Arten und Genres von Büchern in elektronischer Form gekauft werden – und prognostiziert mal wieder, dass das eBook sehr bald die dominante Form des Lesens sein wird.

Offensichtliche und versteckte Vorteile von eBooks

eBooks lesen

So bequem kann das Lesen von eBooks sein
© TheCreativePenn

Ein kürzlich erschienener Artikel in der deutschsprachigen Huffington Post widmet sich der Frage, welche Vorteile eBooks bieten und listet dabei viele Besonderheiten auf, die nicht sofort offensichtlich sind und auch für Otto-Normal-Leser wichtig sein könnten:

Wer einen eBook-Reader besitzt, kommt viel schneller und leichter an das Buch heran, das er lesen möchte. Ein Mausklick, und schon kann das Lesevergnügen beginnen – ohne Verzögerung durch Lieferzeiten und postalische Wege. Die meisten eBooks sind außerdem billiger als dasselbe Buch in Buchform. (auch wenn es Methoden gibt, diese preiswerter zu erhalten) Zudem ist ein eBook-Reader offensichtlich platzsparender als selbst das dünnste Paperback-Buch. So kann besonders auf Reisen der Lesegenuss unendlich ausgeweitet werden, ohne das die literaturbegeisterte Person mit allzu viel Gepäck herumlaufen muss. Unabhängigkeit bietet das eBook auch dadurch, dass der Lesende nicht auf eine zusätzliche Lichtquelle angewiesen ist.

Interessanter sind jedoch die Vorteile, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Dazu gehören vor allem die sogenannten „Mehrleistungen“, mit denen eBooks daher kommen: Hier sind nicht nur öfter Hyperlinks, hochauflösende Bilder und andere zusätzlichen Informationen zum Buch im Paket erhältlich, sondern der eBook-Reader bietet auch andere praktische Vorteile. Zum Beispiel kommen viele Reader mit einem integrierten Wörterbuch daher, dass Lesen in einer Fremdsprache vereinfacht. Und selbst das Verstellen der Schriftgröße kann Brillenträgern große Freude bereiten. Diese Mehrleistungen, prophezeit die Huffington Post, werden in den kommenden Jahren immer mehr ausgebaut werden, sodass man bald mit einem eBook eine komplette kleine, umfassende Welt kauft.

Eine Besonderheit des eBooks ist das Social Reading: Immer mehr Lesende vernetzen sich und tauschen ihre Kommentare aus, während sie gemeinsam ein Buch lesen. Das eBook bietet sich hier als perfekte Form an, denn hier lassen sich Kommentare leicht und direkt teilen. Experten behaupten, dass diese Form des Lesens und Kommentieren langfristig unser Leseverhalten nachhaltig beeinflussen und verändern wird. Wer am Puls der Zeit bleiben will, sollte diese Form des Lesens also einmal ausprobieren.

Nachteile von eBooks: mehr als eine digitale Hürde?

Ein offensichtlicher Nachteil von eBooks besteht momentan nur in dem manchmal komplizierten Kaufvorgang und den verwirrenden Formatbezeichnungen, die viele Konsumenten davor zurück schrecken lassen, sich in dieser Art des Literaturgenusses auszuprobieren. So zeigen auch die Antworten bei gutefrage.net auf die Frage, ob sich ein eBook lohnt, eine Tendenz zur Verwirrung bei den verschiedenen Readern. Ähnlich wie bei den verschiedenen Nutzungssystemen von Smartphonen scheint es hier Probleme zu geben, welchem Reader nun der Vorzug gegeben werden soll.

Bücherwand

Eventuell gehören klassische Bücher bald der Vergangenheit an
© heipei – flickr.com

Abgesehen von den verschiedenen Formaten hängen viele deutsche Buchkäufer wohl noch an gewissen nostalgischen Vorzügen der Bücher: Der haptische Genuss eines Buchs in Papierform scheint ein sehr wichtiger Punkt zu sein. Das Umblättern der Seiten kann eben nur simuliert, aber nicht wirklich erlebt werden; und Bücher sind in der Hochkultur zu sehr verankert, als dass sie so schnell abgeschafft werden würden. Dennoch bleibt die Frage spannend, ob dem Buch letztendlich dasselbe Schicksal widerfährt wie der CD und der Schallplatte: es also zum Sammlerstück wird, das stolz im Regal aufbewahrt wird, während das tatsächliche Leseerlebnis sich längst in den digitalen Bereich verlagert hat.

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