Strompreiserhöhungen – Strompreise steigen stetig. Warum werden die sinkenden Einkaufspreise nicht an die Endverbraucher weiter gegeben?

Thomas Jacob 05/03/2014

Stromvergleich kann bares Geld einsparen

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Anfang des Jahres sind die Preise für Strom erneut angestiegen. Somit hat sich der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Auch zukünftig ist zu erwarten, dass sich die Kosten pro Kilowattstunde für den Verbraucher erhöhen werden. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass die erneuerbaren Energien in Deutschland weiter ausgebaut werden.

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien wird das Angebot an Strom, ohne das dabei die Nachfrage nach Strom steigt, erhöht. Dies führt dazu, dass die Strompreise auf dem Markt aufgrund des Überangebots sinken. Die Stromanbieter können somit den Strom günstiger einkaufen. Von diesem Preisvorteil profitieren die Verbraucher jedoch nicht, da die Stromanbieter diesen Vorteil an die Endkunden nicht bzw. nicht im vollen Umfang weitergeben.

Ökostromumlage führt zu einer Strompreiserhöhung

erneuerbare Energien

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Aufgrund des Überangebots an Strom wird die Kilowattstunde auf der Börse zu einem sehr niedrigen Preis angeboten. Deshalb wird der Ökostrom, für den die Betreiber eine feste Vergütung erhalten, stärker subventioniert.

Die Subvention des Ökostroms erfolgt auf der Grundlage des EEG-Gesetzes (Erneuerbare-Energien-Gesetz) durch eine Umlage. Diese wird als EEG- bzw. Öko-Umlage bezeichnet und ist von allen Verbrauchern zu entrichten.

Die Höhe der zu entrichtenden EEG-Umlage wird in regelmäßigen Abständen angepasst. Dabei ist abzusehen, dass sich die Höhe der Umlage in Zukunft weiter erhöht, sodass es zu erneuten Strompreiserhöhungen kommen wird.

Verbraucher sollten eine Strompreiserhöhung nicht einfach hinnehmen

Die Kosten für Strom variieren in Abhängigkeit von dem gewählten Anbieter und dem abgeschlossenen Tarif sehr stark. Aus diesem Grund sollte jeder Verbraucher die Konditionen seines Vertrags überprüfen. In vielen Fällen ist es einem Verbraucher allein durch einen Anbieter- bzw. Tarifwechsel möglich, die Kosten für den Strom zu reduzieren. Dabei können sie zum Teil eine Strompreiserhöhung aufgrund einer höheren Öko-Umlage vollständig kompensieren.

Grundsätzlich sollte ein Verbraucher mindestens einmal jährlich die Konditionen der Stromanbieter miteinander vergleichen. Zudem empfiehlt sich ein Angebotsvergleich immer dann, wenn der Stromanbieter eine Strompreiserhöhung vorgenommen hat. Ziel ist dabei natürlich die Stromkosten senken mit einem Stromvergleich.

Die Konditionen für Strom von verschiedenen Kriterien abhängig. Einen maßgeblichen Einfluss auf den angebotenen Preis hat der Stromverbrauch. Aus diesem Grund sollte ein Verbraucher vor der Durchführung eines Anbietervergleichs seinen jährlichen Strombedarf bestimmen. Dies gelingt ihm an einfachsten, indem er sich seine letzte Stromrechnung ansieht.

Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen

Stromzähler Nahaufnahme

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Die Kosten für Strom setzen sich bei den meisten Anbietern aus einer Grundgebühr sowie einem festen Betrag pro verbrauchter Kilowattstunde zusammen. Dabei gilt zu beachten, dass nicht nur der Strompreis, sondern auch die Grundgebühr von Anbieter zu Anbieter variieren kann. Aus diesem Grund ist es möglich, dass ein Anbieter A bei geringem Stromverbrauch und ein Anbieter B bei einem hohen Stromverbrauch besonders günstig ist.

Neben der Einzelabrechnung auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs gibt es inzwischen viele Anbieter, die ihren Kunden eine bestimmte Menge Strom zu einem Pauschalpreis anbieten. Der Pauschalpreis für angebotene Menge Strom ist in der Regel günstiger als bei einer Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch. Nichtsdestotrotz hat ein solches Paket wesentliche Nachteile. Der größte Nachteil eines Pakets liegt in der Tatsache, dass ein Verbraucher, der in einem Jahr weniger Strom verbraucht als er gekauft hat, keine Erstattung erhält und das Guthaben nichts in das nächste Jahr übertragen kann.

Im Gegensatz zum Fall eines Minderverbrauchs hat ein Verbraucher bei einem Mehrverbrauch die Differenz zu zahlen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass der Preis für jede zusätzliche Kilowattstunde in der Regel höher ausfällt. Deshalb kann bereits ein geringer Mehrverbrauch dazuführen, dass die Stromkosten erheblich steigen.

Der billigste Anbieter muss nicht immer der günstigste Anbieter sein

Nach einer Strompreiserhöhung führen viele Verbraucher einen Anbietervergleich durch. Zahlreiche Verbraucher entscheiden sich dann auf der Grundlage dieses Vergleichs für den kostengünstigen Anbieter. Dieser ist jedoch nicht immer die beste Wahl, da bei den günstigen Anbietern in vielen Fällen die Konditionen schlecht sind. So ist es zum Beispiel denkbar, dass ein Verbraucher eine sehr lange Vertragsbindung hat, die über die Dauer der Preisbindung hinausgeht. In solchem Fall ist es dann möglich, dass der Verbraucher von einer Strompreiserhöhung betroffen ist und nicht zu einem günstigeren Anbieter wechseln kann.

Neben einer langen Vertragslaufzeit sehen viele Anbieter, dies gilt vor allem bei Anbietern mit Paketangeboten, eine Vorauszahlung vor. Dies bürgt für den Verbraucher die Gefahr, dass er im Fall der Insolvenz des Anbieters seine Vorauszahlung vollständig eingebüßt hat. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, sich für einen Anbieter zu entscheiden, an den man nicht so lange gebunden ist und der eine monatliche Zahlung vorsieht.

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