Apple muss Eltern entschädigen

Thomas Jacob 17/01/2014
Kind mit iPad

©Intel Free Press. – flickr.com

Kinder lieben es, mit den Smartphones der Eltern zu spielen. Dass dies fatale Folgen haben kann, zeigt ein extremes Beispiel aus den USA. Ein kleines Mädchen spielte das Spiel „Tap Pet Hotel“ und gab für sogenannte In-App-Käufe rund 2.600 Dollar aus. Diese Zukäufe sind besonders riskant, da man mitten im Spiel dazu aufgefordert wird, diese zu tätigen, um weitere Funktionen innerhalb des Spiels freizuschalten oder das Spiel fortsetzen zu können. Gerade Kinder werden dadurch schnell dazu verleitet, durch wenige Knopfdrücke Zusatzfunktionen einzukaufen. Vielen Apple Nutzern war bislang nicht bewusst, dass nach Eingabe der Apple-ID und des Passworts der Zugang 15 Minuten lang automatisch für alle Apps gewährt wird. So konnten die Kinder Unmassen von App-Käufen tätigen und ihren Eltern ungewollt hohe Rechnungen bescheren. Bisher sind circa 37.000 Beschwerden bei Apple eingegangen. Apple-Chef Tim Cook versprach, die Eltern mit insgesamt mindestens 32,5 Millionen Dollar zu entschädigen. Überdies hinaus soll auch die Kindersicherung für Einkäufe im App-Store verbessert werden. Welche Vorsichtsmaßnahmen man selbst tätigen sollte, wird im Folgenden erklärt.

Kinder brauchen Schutz

CEO Apple Tim Cook

©igrec – flickr.com

Eigentlich ist gerade die intuitive Bedienung des iPhones und iPads das große Plus von Apple. Doch diese einfache Bedienung bringt den Nebeneffekt mit sich, dass auch bereits sehr kleine Kinder mühelos damit umgehen können. Daher sollte man gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen, um selbst nicht von einer horrenden Kreditkartenabrechnung überrascht zu werden.

Dazu stellt Apple einen Leitfaden für Eltern zur Verfügung, mit dessen Hilfe der Computer sicher gemacht werden kann. Auch sollte man seine Passwörter stets für sich behalten, um möglichen Missbrauch zu vermeiden. Überdies ist es ratsam, Kinder nur solche Spiele spielen zu lassen, die völlig kostenfrei sind.

Die Medienkompetenz von Kindern fördern

apple

Überdies sollte man sich jederzeit darüber bewusst sein, welche Medien das Kind wie nützt. Die Kampagne „Schau hin“ des Bundesfamilienministeriums möchte Eltern für die möglichen Risiken der Medien sensibilisieren. Außerdem sollten gerade jüngere Kinder nicht zu viel Zeit mit Tablets und Computern verbringen. Eltern sollten einen gewissen Zeitraum festlegen, indem ihr Kind den PC nutzen darf. In der heutigen Mediengesellschaft ist es zum einen wichtig, die Medienkompetenz der Kinder zu stärken und ihnen auf diese Weise einen kritischen und differenzierten Umgang mit den Medien beizubringen. Zum anderen sollte dem Nachwuchs durch gemeinsame Aktivitäten vermittelt werden, dass die reale Welt mehr Freude bereitet als die Virtuelle.

Kommentare (1)

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