SMS-Nutzung in Deutschland steigt trotz App-Boom weiterhin an

Daniel 28/08/2013


Die Überschrift klingt zunächst so gar nicht nachdem was man sich bisher vorgestellt hatte. Immer mehr Apps drängen auf den Markt und ersetzen zunehmend die klassische SMS. So auch WhatsApp, dessen Bedeutung deutlich zugenommen hat. Aber trifft dies wirklich zu? 

Zunächst schauen wir uns einmal die Nutzung in Deutschland von WhatsApp an. Ende 2012 verbuchte der Messenger alleine in Deutschland rund 9,3 Millionen Nutzer und schaffte es diese Zahl bis in den Mai 2013 auf 13,7 Millionen Nutzer zu steigern. Dies entspricht einem Zuwachs von 47 %. Demnach müsste die Zahl der versendeten SMS rückläufig verlaufen, denn haben die Nutzer wirklich mehr Zeit, dass sie mehr SMS versenden können?

smartphone

Laut einer Pressemitteilung der BITKOM steigt die Anzahl der versendeten SMS deutlich an. Alleine in Deutschland wurden so im letzten Jahr rund 59 Milliarden SMS versendet, das entspricht einem Plus von 8 % im Vergleich zum Jahr 2011. Der Branchenverband BITKOM geht in diesem Jahr sogar von einer weiteren Steigerung aus und schätzt die Zahl der versendeten SMS auf 63 Milliarden. Jeder Deutsche würde aktuell im Schnitt 740 SMS pro Jahr versenden.

Dienste für Smartphones als Hauptgrund für das Wachstum

Der Hauptgrund liegt aber nicht an der steigenden Anzahl der aktiv geschriebenen SMS pro Nutzer, sondern an den Diensten die zunehmend auf den SMS-Versand zurückgreifen. Banken setzen mittlerweile beim Onlinebanking beim TAN-Versand auf die SMS, Verspätungen und Änderungen mit Bahn oder Flugzeug werden ebenfalls via Push als SMS zugestellt und auch viele andere Dienste teilen dem Nutzer Informationen via SMS mit.

Nicht ohne Grund ist deshalb ein genauerer Blick in die Statistik notwendig, denn die SMS-Nutzung ist in diesem Fall schnell irreführend. Die aktive Nutzung hat nämlich nicht zugenommen, man erhält einfach nur durch viele zusätzliche Dienste mehr SMS.

Was bedeutet dies für die Provider?

Die Provider haben bereits vor einigen Jahren die sogenannte SMS-Flatrate eingeführt. So waren die SMS zunächst in die eigenen Netze nicht begrenzt, in andere Netze jedoch schon oder teilweise gar nicht erst inklusive. Heute sieht das schon wieder ganz anders aus. Zu Beginn der SMS zahle man noch Preise von 0,19 € / SMS und gelang so schnell an finanzielle Grenzen. Dies hat sich mit den Flatrates stark geändert.

Provider bieten teilweise nur Verträge mit einer SMS-Flatrate inklusive an für eine kleine Pauschale, die aber nicht zwingend voll ausgereizt werden muss. Es gibt natürlich Anbieter, wie man sie auf www.handy-flatrate-24.de findet, die bereits darauf verzichten. Doch die großen Anbieter sollten hier dringend nachziehen. Der Kunde möchte keine SMS-Flatrate mehr haben, zumindest wird sie so in dem Ausmaß nicht mehr gebraucht. Man darf also gespannt sein, wie sich die Verträge in diesem Punkt in der nächsten Zeit ändern werden.

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