Schluss mit den lästigen Abofallen!

Daniel 13/12/2010

© pixelio.de / Gerd Altmann

Rezepte, Hausaufgabentipps, Horoskope, kostenlose Beratungen und viele weitere Informationen die wir täglich im Web abrufen wollen, sollen uns angeblich kostenlos zur Verfügung stellen. Oft werden wir durch Werbebanner und Buttons darauf aufmerksam gemacht und klicken, ohne uns weiter darüber Gedanken zu machen, diese an um an die Informationen zu gelangen. Schnell stecken wir da jedoch in einer versteckten Abofalle fest. So auch die bekannte Abofalle in Talking Tom, einer iPone-, iPad- und Android-App

Schlimm sind hierbei die versteckten Kosten, welche nicht offen ersichtlich sind und man keinerlei Hinweise erhält. Plötzlich landet ein paar Wochen später ein Schreiben im Briefkasten, über den man aufgefordert wird, für eine bestimmte Leistung zu zahlen. Die Opfer wissen hier jedoch gar nicht worum es geht.

Vor allem Mobilfunknutzer wunderten sich bisher über hohe Rechnungen und konnten sich diese nicht erklären. Doch die Bundesregierung will dem endlich einen Riegel vorschieben, denn bisher konnte man sich kaum davor schützen und viele sind zu ängstlich, um sich gegen die Betrüger zu wehren. Dabei sollte man nie den Kopf in den Sand stecken.

Schon nächstes Jahr könnte es soweit sein, denn dann soll eine sogenannte “Buttonlösung“, wie sie bereits in Frankreich angewendet wird, bei uns eingeführt werden. Darin sollen Internet-Nutzer klare Hinweise auf eine Kostenpflicht erhalten. Wer also per Klick bestätigt, muss vorher deutlich auf die Kosten hingewiesen worden sein.

Ich habe da noch so meine bedenken, denn meiner Ansicht nach, dürften Klicks nicht einfach mal eben als Bestellbestätigung, vor allem für Abonnements genutzt werden. Hier sollte meiner Ansicht nach besonders fürs Web, eine besondere Form der Bestellung eingeführt werden. Die Interpretation von “deutlich hingewiesen” ist wieder sehr weitreichend und genügt meiner Ansicht nach nicht.

Trotzdem gilt bisher als Tipp, solange das Gesetz noch nicht umgesetzt wurde, wer nichts bestellt hat, der brauch auch nichts bezahlen. Ein Vertrag kam durch diese “schon betrügerischen” Maschen schließlich nicht zustande, denn ein Vertrag ist, eine schriftliche Willensübereinstimmung zweier (oder mehrerer) Vertragspartner. In diesem Fall wollte man ja gar nichts bestellen und wusste von den Kosten nichts.

Verbraucherschützer weisen jedoch daraufhin, zur Sicherheit die angeblichen Verträge und Rechnungen via Einschreiben zu bestreiten. Kostenlose Musterbriefe für Erwachsene und Minderjährige gibt es bei der Verbraucherzentrale www.vz-rlp.de/muster. Auch kommende Drohungen durch Anwälte und Gerichtsvollzieher können angeblich getrost ignoriert werden. Oft wird damit versucht, das Geld regelrecht einzutreiben.

Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung!

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  • http://gesichtet.net Sascha

    Durch das Gesetz wird sich wohl nur wenig ändern, auch wenn es dann jetzt halt schwarz auf weiß geschrieben steht. Aber in der gängigen Praxis ist es ja -wie du selbst richtigerweise betonst- eh schon jetzt verboten, derartig vorzugehen und sich Geld zu “erschleichen”. Tatsächlich würde wohl auch kaum ein solcher Anbieter bis vor ein Gericht ziehen, da man dort schon jetzt nicht Recht bekäme. Vielmehr setzen die Anbieter darauf, durch entsprechende Einschüchterungen in Rechnungen und Mahnungen (“Sie haben das angeklickt, obwohl da ausdrücklich (im Kleingedruckten) was zu den Kosten stand, mit denen Sie sich einverstanden erklärten”) unbedarfte Anwender zur Zahlung zu “ermuntern”. Zahlen nur 10%, hat sich für die Anbieter die Sache doch schon gelohnt. Dadurch wird sich wohl auch nur wenig ändern, wenn die gängige Rechtsprechung nun in ein -wohl wieder arg schwammiges- Gesetz gefasst wird.

  • http://www.vertrag-vergleich.de Andre

    Ich hatte auch mal den unangenehmen Kontakt zu einen dieser Abo-Seiten. Das beste ist nach wie vor: Nicht reagieren. Auf keines der Schreiben. Ich habe noch keinen Fall mitbekommen, wo ein Betreiber einer solchen Abzock-Seite vor Gericht gegangen ist. Es wird hier nur mit der Angst der Menschen gespielt, welche die ungerechtfertigte Rechnung aus Angst schnell begleichen. Erst bei einem gerichtlichen Mahnbescheid sollte man handeln und Widerspruch einlegen. Aber so weit ist glaube ich noch nie ein Betreiber dieser Seiten gegangen.

  • http://aleksandrah.blogspot.com/ Aleksandrah

    Ich habe zwar bislang noch keine Erfahrungen mit solchen Abos gemacht, bin da aber auch recht vorsichtig, was das anklicken angeht. Den Talking Tom hätte mein Sohn so gerne auf meinem iPhone, aber ich weigere mich standhaft, gerade weil die App ja z.B. in erster Linie Kinder anspricht und die eben überall mal schnell drücken…

    Ob sich durch die Neuerung im nächsten Jahr viel ändern wird, weiß ich nicht, würde es aber durchaus begrüßen.

    Bei Kaltakquise hat es ja größenteils auch gefruchtet. Das war ja zeitweise richtig fürchterlich…

  • http://www.xyonline.de stang2k

    Ich muss glaube ich, noch einmal einen Beitrag über ein persönliches Beispiel bringen. Vielleicht ist dieses ganz interessant und wie ich den Fall gelöst habe. Bisher galt und gilt noch immer, niemals auf Schreiben von denen antworten. Im Normalfall wird hier einfach alles fallen gelassen, denn die wissen genau, dass sie es besser nicht darauf ankommen lassen sollten.

  • http://www.engelskarten.at engelskarten

    Ein toller Blog

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