Deutsche Bahn – Erlebnistouren

Daniel 13/02/2010

Heute möchte ich euch mal von einem Erlebnis mit der “Deutschen Bahn” erzählen, anscheinend bin ich bei diesen Ereignissen nicht der Einzige und es wird wohl auch in Zukunft immer wieder zu Problemen kommen. Erneut ging es hier um Bauarbeiten für bestimmte Streckenabschnitte und gerade meine Route fiel darunter.  Soweit gar nicht weiter tragisch, denn die Bahn sorgte vor mit Schienenersatzverkehr und es gab nur minimale Verschiebungen von max. 10 Minuten laut Fahrplan.

Nun geht das eigentliche Problem aber erst los. Nach Fahrplan sollte also mein Bus um 17:47 Uhr losfahren. Ich selbst kam um 17:40 Uhr dort an und zog um 17:42 Uhr meine Fahrkarte (Uhrzeit auf Karte).  Der Bus fuhr jedoch bereits um 17:43 Uhr also 4 Minuten zu früh und konnte somit nicht mehr einsteigen.

Ganze 2 Stunden musste ich auf den nächsten Bus bei -5 °C warten und endlich um 19:47 Uhr kam der Bus. In Wabern selbst sollte ich umsteigen in die Regionalbahn. Diese konnte dann aufgrund eines Betriebsschadens erst mit 30 Minuten Verspätung den Bahnhof verlassen.

Dazwischen habe ich immer wieder versucht mit der Hotline der DB zu sprechen, jedoch konnte man mir hier keine Auskunft geben und es hieß: “Über die Busverbindungen haben wir leider keine Kontrolle und können somit nicht eindeutig nachvollziehen, wann welcher Bus wo vom Bahnhof abfährt.” Ein Gegenbeispiel von mir: “Wenn nun aber ein Zug 2-3 Minuten zu spät kommen würde an einem der anderen Bahnhöfe und man regulär den Anschlusszug noch bekommen würde, ist es so nicht mehr möglich, da die Busse zu früh den Bahnhof verlassen.” Ich finde es sehr tragisch wie es mittlerweile läuft.

Ich muss sagen, eine Glanzleistung der Bahn. Welche Erlebnisstouren hattet ihr schon mit der Bahn und wovon könnt ihr erzählen?

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  • Georg Homburg

    Hallo, Daniel,
    ich kann deinen Ärger absolut nachvollziehen. Ich stamme ursprünglich aus Wabern und bin daher auf deinen Erfahrungsbericht aufmerksam geworden. Ich hatte angenommen, dass du noch eine Bemerkung zum “einladenden Ambiente” des Bahnhofsgeländes angefügt hättest. Da ich öfter dort ankomme und abfahre, erlebe ich ständig kleine Dramen: Dort wollen ja viele Reisende lediglich umsteigen, um die Kliniken in Bad Wildungen zu erreichen. Das sind Menschen mit Behinderungen und Gepäck, die sich eine lange Treppe in die Unterführung hinab- und hinaufquälen müssen. Das Gepäckförderband, das zumindest eine kleine Hilfe darstellen könnte, ist seit mindestens drei Jahren defekt, ich kann es schon nicht mehr mit ansehen, wenn sich neu Ankommende bemühen, es in Funktion zu setzen. Aber so habe ich immerhin fast jedesmal Gelegenheit, eine gute Tat zu vollbringen.
    Gefährlicher wird es schon, wenn ein Rollstuhlfahrer mitreist, den man als Einzelperson nicht die Treppen hinunter und hinauf schleppen kann. Irgendwelche Bahnmitarbeiter habe ich noch nie auf dem Bahnhof gesehen, auch der Zugbegleiter konnte nicht behilflich sein und musste die Reise fortsetzen. Ich wusste mir nicht anderes zu helfen und habe schließlich – trotz des Verbotes und des Hinweises auf die Lebensgefahr – mal kurz nach rechts und links geschaut und den Rollstuhl einfach über zwei Gleise am Ende des Bahnsteigs geschoben …
    Die Gemeinde Wabern hat übrigens wohl das Bahnhofsgebäude selbst mit EU-Mitteln aufwändig renoviert. Die DB “residiert” seitdem in einem Container am Rande eines Parkplatzes – und lässt alle zu ihrem Bereich gehörigen Anlagen erstmal verrotten.
    Wenn ich nicht noch schlimmere Anlagen kennen würde, käme der Bahnhof Wabern auf meine Vorschlagsliste für den “Lost-Stations-Award”.
    Zum Schluss was Positives:
    Die Bahn-Mitarbeiter selber scheinen immer mehr zu erkennen, dass durch die Vorgaben ihrer Geschäftsführung ihre eigenen Arbeitsplätze gefährdet sind. Immer öfter erlebe ich unkomplizierte, freundliche, lockere Zugbegleiter/-innen, die auch mal Vorschriften mit einem Lächeln an den Alltag und die Situation anpassen und dem Reisenden (Kunden) einfach behilflich sind.
    Mehr davon!
    Gruß an die Schwalm
    Georg (Hannover)

  • http://www.xyonline.de stang2k

    Also da muss ich dir recht geben, unter behindertengerechten Bahnhof verstehe ich etwas anderes.

  • http://blog.smirne.net Smirne76

    Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen. Und wenn einer eine Reise mit der Deutschen Bahn unternimmt, kann er ein ganzes Buch darüber schreiben. Da ich mich vor Jahren bewusst gegen die Wiederbeschaffung eines Autos entschieden habe, hab ich auch etliches an Bahnkilometern hinter mir. Ich habe vieles erlebt, Bauarbeiten, Störungen, Unwetter. Aber richtig glatt und nach Plan lief es eigentlich nie (vom täglichen Pendeln zur Arbeit abgesehen, da gibts das öfter).
    Nicht immer ist es schlecht oder schlecht organisiert, nicht immer bist Du als Kunde der Arsch. Es gibt da regionale Unterschiede, man merkt teilweise richtig, wo ein Regionalbereich aufhört und ein anderer Regionalbereich beginnt, Unterschiede wie Tag und Nacht. Während im einen Regionalbereich der Bus als Schienenersatzverkehr Fahrräder mitbefördert, haste im anderen Regionalbereich Pech gehabt. Im einen Regionalbereich ist der Busfahrer selbst verantwortlich, wann er den Umstieg von Zug auf SEV für beendet sieht, kann es im Nachbarbereich sein, dass der Busfahrer vom Bahnschutz den Auftrag bekommt abzufahren und der Bahnschutz überwacht wann der letzte Fahrgast umgestiegen ist.
    Der Zustand von Bahnhöfen und Zügen ist ebenso unterschiedlich, während in einigen Bundesländern die Züge pikobello sauber sind, werden sie in anderen Bundesländern nur noch durch Dreck zusammengehalten. In einem Bundesland werden die Bahnhöfe in Ordnung gehalten und modernisiert, im anderen Bundesland werden Ersatzzugänge geschaffen weil der eigentliche Zugang nicht mehr verkehrssicher ist.
    Deutschland einig Vaterland – bei der Deutschen Bahn ist von einem Unternehmen in einem Land nichts zu spüren. Von gut bis miserabelst ist alles dabei.

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