Neuste Reifentechnologie verbindet Sicherheit und Umweltverträglichkeit

Thomas Jacob 28/10/2013

Im Winter verwandeln Nässe, Schnee und Eis die Straßen plötzlich in rutschige Fahrbahnen. Um sicher sein Pkw zu fahren, wird der Wechsel auf Winterreifen im Zuge dessen generell empfohlen.Durch die spezielle Beschaffenheit der Winterpneus werden kürzere Bremswege, bessere Bodenhaftung und mehr Seitenführung sichergestellt. Bezüglich der Beschaffenheit des Reifens herrscht eine kontinuierliche Entwicklung der Reifenhersteller. Aktuelle Trends in der Reifenbranche betreffen einerseits Profileigenschaften aber auch die Gummimischung.

Profileigenschaften

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© matze_ott – flickr.com

Zuerst ist der Laufstreifen entscheidend. Als dicke Gummischicht stellt dieser die Schnittstelle zwischen Reifen und Straße dar und wird daher als Träger des Profils bezeichnet. Das Profil zeichnet sich durch Lamellen, sehr feine Einschnitte in den Profilblöcken aus. Diese bringen hohe Antriebs- und Bremskräfte auf die Straße, aufgrund ihrer Eigenschaft sich zu öffnen und zu schließen. Innovative Pneus zeichnen sich durch 3D Lamellen aus, die eine erhöhte Blocksteifigkeit aufweisen, die den frühzeitigen und ungleichmäßigen Verschleiß der Lamellen verhindert. Somit bietet die Lauffläche ein präzises Handling auf Eis, Schnee und Matsch und verringert die Abnutzung. Weiterhin gewährleistet die Dual-Funktion der Lauffläche außergewöhnliches Handling unter trockenen und nassen Bedingungen, indem die äußere Lauffläche Trockeneigenschaften und die innere Seite Nass- und Schneefahreigenschaften sicherstellt.

Gummimischung

Reifenstapel

© jaYmE del Rosario – flickr.com

Die Gummimischung ist in dem Zusammenhang entscheidend, um den Abrieb möglichst gering zu halten und das Innenleben des Pneus zu schützen. Der Hauptwerkstoff für Pneus ist Kautschuk, der aus mehreren Natur- und Kunstkautschuksorten besteht. Die richtige Mischung der Kautschukarten charakterisiert hohe Rutschfestigkeit, die besondere Bodenhaftung ermöglicht. Um Abrieb und demzufolge den Verschleiß so gering wie möglich zu halten, werden weitere Stoffe wie Silikate und Ruß hinzugefügt. Vor allem Silikate haben große Auswirkungen auf den Reifen und das Leistungsniveau.

Verschiedene Gummimischungen haben also unterschiedliche Auswirkungen auf den Pneu. Grundsätzlich bietet eine weiche Gummimischung eine bessere Verzahnung mit der Fahrbahn und daher eine größere Straßenhaftung. Diese nutzt sich jedoch auch schneller ab. Ein Pneu mit härterer Gummimischung nutzt sich weniger ab. Aber harte Mischungen charakterisieren sich durch weniger Grip. Um sowohl die Sicherheit als auch die Wirtschaftlichkeit zu vereinen, nutzen Reifenhersteller die temperaturabhängige Eigenschaft der Haftung von Gummi. Das bedeutet der Reifen bietet wenig Rollwiderstand im kühlen Zustand und baut maximalen Grip auf im erwärmten Zustand. Durch neue Silica-Laufmischungen erhitzt sich die Lauffläche nicht nur durch äußere Einflüsse wie Reibung und Umgebungstemperatur sondern auch durch Schwingungen im inneren des Reifens. Daher sorgen speziell entwickelte Silica-Laufflächenmischung für optimale Haftfähigkeit und geringen Rollwiderstand, welches das Fahrverhalten im Winter positiv beeinflusst.

Moderne ReifenBekannte Premiumhersteller beschäftigen sich aktiv mit neuen Profil- und Gummimischungen und verbesserniIhre Produkte kontinuierlich. Hersteller bieten bereits Pneus an die Vorteile der neusten Reifentechnologie zu Verfügung stellen, wie beispielsweise Michelin, Nokian sowie Continental. Auch die Reifen des südkoreanischen Herstellers Hankook haben sich bereits, mit der innovativen Hankook Tire Control Technology, auf diese Gummi-und Produkteigenschaften spezialisiert.

Dieser Gastartikel wurde verfasst von Dietmar Töpfer, Reifenexperte bei Tirendo.

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