Entgegen der Gesetzgebung bewahren die Mobilfunkbetreiber viele Kundendaten über 200 Tage lang auf

Daniel 19/06/2012


Die Daten sind schockierend. Denn trotz der Rechtswidrigkeit speichern viele Mobilfunkanbieter GPS Daten darüber, wo ihre Kunden ihre Smartphones nutzen, bis zu 7 Monate lang ab. Das hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung nun herausgefunden und in einer Publikation der Bundesnetzagentur bekannt gegeben. Zu den weiteren von den Mobilfunkbetreibern gespeicherten Daten gehören Informationen darüber, bei welchen kostenlosen Rufnummern der Verbraucher angerufen hat. Obwohl die Telekom mit einer sofortigen Löschung wirbt, kann dies an die 7 Tage dauern. 

Bei Vodafone ist die Situation sogar noch prekärer. Denn hier kommt es zu einer bis zu 7 Monate langen Speicherung der Daten. Bei The Phonehouse Telecom ist der Stand der Dinge mit bis zu 120 Tagen für die Verbraucher ebenfalls beunruhigend. Bei E-Plus sind es fast 3 Monate und bei der Deutschen Telekom rund 1 Monat. Nur die EWETEL kann sich von diesem Vorwurf freisprechen.

Angeblich werden diese Daten in Streitfällen bezüglich gestellter Rechnungen genutzt. Die Bundesnetzagentur sieht diese jedoch anders und weist auf die Rechtswidrigkeit hin. So dürften solche Daten nur dann gespeichert werden, wenn der Tarif direkt an einen Standort gebunden sei. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man eine Homezone nutzt. Doch den Mobilfunkanbietern scheint das recht egal zu sein und sie speichern die Kundendaten auch in anderen Fällen munter weiter. Die Bundesnetzagentur sieht sich daher zu weiteren Schritten gezwungen und es soll ein verbindlicher Leitfaden zu dieser Sache entwickelt werden.

Quelle: gulli.com

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