Erster Unfall, Fahrerflucht und das eigene Wohl

Daniel 09/02/2012


Gestern hatte ich meinen ersten Unfall. Irgendwann ist es mal soweit. Vor einigen Jahren habe ich schon einmal ein Auto leicht angestoßen. So etwas würde ich jedoch nicht also Unfall werten. Da war wohl das Blitzeis der Ansicht, mir einen Strich durch die Rechnung machen zu müssen.

Ich hatte keine Chance in einer Kurve zu reagieren und bin direkt geradeaus durch. Anschließend habe ich einen 15-20cm Absatz erwischt und bin frontal mit dem Auto darüber. Tat einen mächtigen Schlag und bin doch einigermaßen gut gewirbelt worden.

Egal, darum geht es an dieser Stelle nicht und mein Auto war es auch nicht. Eher das Firmenfahrzeug und das tut mir zudem noch wirklich leid. Viel schlimmer finde ich jedoch die darauf folgenden Minuten und wie Passanten und Autos reagieren. 

Das Wort Fahrerflucht und unterlassene Hilfeleistung sollte eigentlich ein Fremdwort in den Köpfen der Menschen sein, doch gestern zeigte sich wieder wie die Menschheit aktuell drauf ist.

Fußgänger gingen vorbei und erlaubten sich einen Kommentar wie: „Bist du auf Rehjagd?“. Entschuldigt mal bitte, man könnte fragen ob es einem gut geht und ob man eventuell Hilfe benötigt. Den Aufschlag hätten die definitiv hören müssen und befanden sich in unmittelbarer Nähe. Da fehlten mir als erstes die Worte.

Bis ein Arbeitskollege eintrat, um einen Reifenwechsel zu vollziehen und das Fahrzeug anschließend mit mir (ich war nicht der weitere Fahrer) irgendwie heim zu bewegen, fuhren an die 30 Autos vorbei. Nicht ein einziges Fahrzeug hielt an und kein Fahrer kümmerte sich darum. Stattdessen waren ein paar Jugendliche der Ansicht, noch einen kleinen Drift vorzuführen. Pardon, aber eine Frechheit die man nicht beschreiben kann.

Ich weiß nicht was in den Köpfen vorgeht, aber wenn dort nur eine Person ist, dann sollte man vielleicht mal anhalten und fragen ob Hilfe benötigt wird. Gerade bei diesem Wetter und der Kälte. Vielleicht hätte ich auch nicht so professionell sein dürfen und eine Warnweste anlegen und ein Warndreieck aufstellen sollen. Vielleicht hätte ich nen  knackigen Hintern haben müssen und meine Brüste zeigen sollen.

  • http://www.zabang.de Alex

    Ja so ist es eben! Ich hatte auch mal einen Unfall gehabt, der schon etwas länger ist. Ich kann nur sagen das jeder nur an sich denkt.

    Ich kann mich erinnern an einen Versuch den RTL gemacht hat: Ich kann das Ergebnis nicht sagen aber was da rauskam war einfach nur schrecklich.
    Die haben einen Unfall mit Schauspielern simuliert “Motorrad”. Haben den Unfall neben Bürgesteig gemacht und da gingen mehr als 70% vorbei ohne einmal nachzusehen. Die Person lag mit Blut und paar Meter weiter lag sein Helm. Fast keinen interessiert- das ist schon der Hammer! Wir sind jetzt soweit dass jeder nur noch an sich denkt. Ich halte meist an wenn es nicht ersichtlich ist ob es verletzte oder die Person vielleicht sich im Schock befindet.

    Lerne daraus und mache es besser als andere!

  • http://www.zure.org Vincent

    Schon schlimm. Wobei ich auch schon einen Motorrad Unfall erlebt habe und da waren nach 2min ca. 30 Leute die geholfen haben, Krankenwagen gerufen, usw…… allerdings war das auch in Berlin an einer sehr besuchten Straße..

    Grüße, Vincent

  • http://www.mrsjennyenny.de MrsJennyenny

    Hallo!

    Da kann ich im ersten Moment nur sagen, zum Glück ist dir nichts passiert!

    Leider ist es heutzutage so, dass sich keiner um den anderen kümmert, aber selbst die Hilfe erwartet falls demjenigen was passiert. Es ist wirklich schlimm. Man sollte auf die anderen Acht geben und dann wäre das Leben doch viel besser.

    LG und alles Gute!

    Jenny

  • http://www.vagabund.info Susanne K.

    Brr. Gut dass dir nichts passiert ist. – Ich hatte auch schon zwei Unfälle aber da war ich wirklich gut dran, weil wirklich gleich alle angehalten haben und reagiert hatten (Polizei und Krankenwagen gerufen). Sogar bei einem mitten in der Nacht in einer kleinen Ortschaft – aber hart ist es, wenn man erst mal auf Hilfe warten muss. Im ersten Moment ist man selber zu sehr geschockt um zu reagieren – zumindest mir ging es so

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