Bahnhof Schwalmstadt-Treysa mit DB-Reisezentrum

Daniel 14/12/2010

Bahnhof Schwalmstadt-Treys

Das die Bahnhöfe zwischen Frankfurt und Kassel zum größten Teil alles andere als behindertenfreundlich und gutaussehend sind, das brauch man niemanden mehr verraten. Der Service der DB hat stark nachgelassen trotz steigender Preise der Fahrkarten. Schalter findet man an kleinen Bahnhöfen gar nicht mehr vor und alte Leute haben Probleme im Umgang mit den modernen Ticketautomaten.

Der Bahnhof in Schwalmstadt-Treysa stellt den Mittelpunkt und Kreuzung zwischen dem NVV- und dem RMV-Tarifgebiet dar. Viele hunderte von Menschen treffen hier täglich ein, steigen um oder reisen mit anderen Verkehrsmitteln weiter. Da wäre ein behindertengerechter Bahnhof doch endlich mal eine gute Investition.

DB-Reisezentrum statt simple Glasscheibe

Stattdessen erhält der Bahnhof nun ein DB-Reisezentrum mit einem Schalter. Vorher konnte man mit einem Angestellten der DB durch eine Glasscheibe mit kleinem Schiebefenster und Schubladen für die Fahrkarten und Geld reden und sich beraten lassen. Durch das “Reisezentrum” kann die Bahn den Kunden noch mehr über ihre Speziangebote, Bahnkarten und Reisen informieren und arbeitet anscheinend “kundenorientiert”. Zumindest gewinnt der Bahnhof dadurch an Attraktivität.

Bahnhof endlich behindertenfreundlich?

Ob sich nun in Zukunft auch in Richtung Behindertenfreundlichkeit etwas tut bleibt abzuwarten. Seit Jahren murmelt die Bevölkerung vor sich her und beschwert sich über die miserablen Zustände des Bahnhofs. Statt endlich einen gescheiten Bahnübergang zu bauen, damit auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zu den Gleisen gelangen können, muss oftmals die Treppe benutzt werden. Es gibt zwar einen “kleinen Übergang”, dieser wird aber nicht bewacht und muss auf eigene Gefahr übergangen werden und offiziell ist die Begehung untersagt. Hier muss ganz klar endlich etwas getan werden. Wo so ein Publikumsverkehr herrscht, muss auch die sichere Überquerung für behinderte Menschen gewährleistet sein. In Stadtallendorf gibt es sogar einen kleinen Fahrstuhl. Dieser wurde mit eingebaut, während der Umbaumaßnahmen für den Hessentag 2010.

Es wundert mich, dass bis heute noch nichts in diese Richtung passiert ist und das bis  jetzt jeder Fahrgast heil die Gleise überqueren konnte. Auch ich musste eines Tages mit Krücken über die Gleise, da ich mit meinem Gepäck nicht die Treppen begehen konnte.

  • Raphael Schöning

    Erst recht sinnvoll, da in Treysa wegen Hephata eine ganze Reihe behinderte Menschen mehr wohnen und gerne mal Bahn fahren möchten ;)

Login to your account

Can't remember your Password ?

Register for this site!