Aktienkauf per App: Immer mehr Anleger nutzen ihr Smartphone für den Aktienhandel

Thomas Jacob 08/03/2018


Früher mussten Kleinanleger erst einen Termin mit ihrem Bankberater machen, um ein paar Aktien zu kaufen. Von manchmal fragwürdigen Empfehlungen abgesehen, mussten für diesen „Service“ auch noch horrende Gebühren entrichtet werden. Auf Trendwenden zu reagieren und Aktien abzustoßen oder hinzuzukaufen war nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung möglich. Das alles ist heute passé. Gehandelt wird online in Sekundenschnelle über Online-Broker und Direkt-Banken. Diese bieten ihren Kunden einen direkten Zugang zu ihrer Handelsplattform über eine App an, sodass jeder selbst traden kann.

Mobilität ist mehr denn je gefragt

Aktien per App handelnZum Handel mit Aktien oder innovativen Finanzprodukten wie Forex, ETFs oder binären Optionen muss niemand mehr zu Hause an seinem Rechner zu Hause sitzen, um das Portfolio auf Vordermann zu bringen. In der Regel kann eine App für das Smartphone oder Tablet heruntergeladen werden. Die Trading-Apps stehen in der Regel für Apple- und Android-Geräte zum Download bereit. Handeln auf der Terrasse oder zwischendurch im Büro sind damit keine große Herausforderung mehr.

Doch damit nicht genug: Auch die Gebühren fallen bei Online-Brokern moderat aus. Eine Übersicht über die Kosten je Order gibt es bei www.aktiendepot.de. Allerdings muss auf eine ausführliche Beratung zu Chancen und Risiken der Papiere weitgehend verzichtet werden. Allerdings darf auch bezweifelt werden, ob die Qualität der Beratung durch die Hausbank tatsächlich ihr Geld wert ist. Nicht selten kommt es vor, dass Banken ihren Kunden Wertpapiere empfehlen, die sie selbst gern loswerden möchten oder für die sie eine hohe Provision erhalten.

Was macht einen guten Online-Broker aus?

Ein gutes Online-Broker-Setting wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Das Wichtigste ist natürlich die Handelsplattform. Kunden müssen sich bei der Installation und bei der Nutzung auch ohne technisches Studium zurechtfinden können. Eine viel genutzte Trading-Plattformen ist der Meta Trader in den Versionen 4 oder 5. Diese wird von guten Brokern völlig kostenlos zur Verfügung gestellt, manchmal mit einem eigenen Branding. Der Vorteil ist die schnelle Orderausführung. Die Verzögerungen beim Handel sind marginal, für Kleinanleger völlig ausreichend.

Ein wenig müssen Anleger allerdings schon üben, um die Handelsplattform so effektiv wie möglich nutzen zu können. Zum Beispiel für die richtige Hinterlegung der Orderzusätze. Mit einer Limit Order kann festgelegt werden, bis zu welchem Preis maximal gekauft werden soll, was vorteilhaft ist, wenn die Kurse stark im Steigen begriffen sind. Eine Stopp Loss Order sorgt dagegen für einen automatischen Verkauf, wenn der Kurs unter eine bestimmte Grenze zu fallen droht. Bei guten Online-Brokern werden für die Kunden regelmäßig Web-Seminare und umfangreiches Schulungsmaterial offeriert, die eine Einführung in Handelstechniken und -strategien geben. Zu den meisten Titeln finden sich auch Charts und Analyse-Tools, welche die Entscheidung über Kauf oder Verkauf erleichtern können. In jedem Fall sollte der Online-Broker ein kostenloses Demo-Konto anbieten, damit Anleger die Möglichkeit haben, sich mit der Handelsplattform risikolos vertraut zu machen.

Auf ausreichende Aktienauswahl achten

Wichtig beim Aktienhandel ist natürlich auch der Umfang des Angebotes. Wenn nur kleine Auswahl an Aktien gehandelt werden kann, sind die Chancen zu sehr eingeschränkt, um Booms in bestimmten Branchen zu partizipieren. Außerdem sollte die Möglichkeit gegeben sein, an verschiedenen Börsenplätzen zu handeln. Beispielsweise können US-Aktien viel besser und zu einem wesentlich faireren Preis direkt an den US-Börsen gehandelt werden. Wer sich nicht so viel Mühe machen möchte, sich in einzelne Aktien zu vertiefen, sollte darauf achten, dass über auch ETFs, das heißt börsengehandelte Indexfonds, angeboten werden. Mit den ETFs kann ein Index wie der Dax vollständig im Portfolio des Anlegers abgebildet werden, ohne die einzelnen Werte mühselig selbst zusammenstellen zu müssen. Anleger können so von den Chancen des Gesamtmarktes profitieren, wobei auch das Risiko viel besser diversifiziert ist, als wenn nur wenige Werte im Portfolio geführt werden.

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