Diaspora: Ein Projekt zum Scheitern verurteilt?

Daniel 29/08/2012


Schon im August 2010 berichtete ich über den Start von Diaspora und beendete den letzten Satz mit etwas kritischer Stimme. Im November 2010 habe ich euch einen ganz kurzen Einblick in das dezentrale Netzwerk gegeben. Ich muss gestehen, dass ich seit diesem Zeitpunkt dieses Netzwerk nicht wieder besucht habe.

Jetzt kommen nach zwei Jahren die Gründer auf die Idee das Projekt zu verlassen und es wird den Programmieren überlassen. Man möchte sich auf andere Angebote im Web konzentrieren. Aufmerksam geworden bin ich auf die News durch gulli.com und musste schon stark schmunzeln.

diaspora

Der Rücktritt der Gründer soll Diaspora eine Chance geben größer als je zuvor zu werden? Das soll wohl ein schlechter Scherz der Gründer sein. Dieses Projekt war zum Scheitern verurteilt bevor es gestartet war. So habe ich es gesehen und habe nie verstanden, warum dann anscheinend doch rund 200.000 US-Dollar gespendet wurden.

Goodbye Diaspora

  • http://www.codedom.de Dustin Klein

    Das ist eigentlich keine neue Praxis. Die Gründer waren ja auf ein Produkt aus, welches auch irgendwo Profit generieren hätte müssen. Durch den Rücktritt vom Projekt können nun Programmierer und Community ohne einen Druck von “oben” das Diaspora ganz auf ihre Wünsche anpassen und entwickeln.

    Das gleiche Prinzip verfolgen viele UNIX und Open Source Projekte, die vorher einmal von einer Firma entwickelt und später dann der Community überlassen wurden, weil das Unternehmen erkannt hat, dass man sich festgefahren hatte.

    Ob das bei Diaspora hilft, wage ich zu bezweifeln… Aber zumindest im B2B Bereich (Intranet etc.) kommen doch häufiger mal Open Source Projekte zum Einsatz, die es auf kommerzieller Ebene nicht geschafft haben.

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