Das Usenet – ein Netzwerk für jedermann

Gastautor 14/08/2012

Mittlerweile gibt es kaum noch PC-Nutzer, die noch nicht in den Unweiten des WWW unterwegs waren. Nachrichten lesen, Videos schauen, Emails abrufen – all das ist im WWW unkompliziert möglich. Allerdings beruht die Infrastruktur auf einem älteren Netzwerk, dem Usenet. Das Unix User Network, so heißt das Usenet ausgeschrieben, wurde vor dem WWW bereits im Jahr 1979 an der Duke University in den USA von drei Studenten gegründet. Die Studenten stellten damals fest, dass sie keine Möglichkeit haben, ihre PCs miteinander zu vernetzen, um Nachrichten oder Dateien auszutauschen. Sie entwickelten einen dezentralen Serververbund, an den eine Vielzahl von PCs angeschlossen wurden. Für einen Zugang zum Usenet benötigt man eine Verbindung zum Internet, Zugang zu einem Newsserver und ein installierten Newsreader.

netzwerk

Das Usenet besteht aus einzelnen Newsgroups, in denen sich die Nutzer über aktuelle Themen unterhalten, vergleichbar mit den heutigen Sozialen Netzwerken. Im Grunde genommen gibt es für nahezu jedes Thema eine Newsgroup; Wikipedia schätzt, dass zum heutigen Zeitpunkt ca. zw. 50.000 und 170.000 Newsgroups existieren, die auf 6500 Newsserver verteilt sind. Die diskutierten Themen reichen von allgemeinen Nachrichten bis zu wissenschaftlichen Themengebieten, aber auch eher banales, wie beispielsweise Themen rund um Freizeit und Erholung, werden von den Nutzern ausführlich diskutiert. Die Community ist dabei sehr stark selbstregulierend: Verstößt ein User gegen die Kommunikationsrichtlinien (auch Netiquette genannt), so droht ihm schlimmstenfalls bei mehrmaliger Wiederholung der Ausschluss aus dem Netzwerk.

Der Zugriff auf das Usenet erfolgt über Newsreader. Mit diesen kann sich der Nutzer in Newsgroups beteiligen, sprich Diskussionsbeiträge lesen, schreiben und mit anderen tauschen. Der bekannteste Newsreader ist der Tangysoft Client, der kostenlos erhältlich ist. Auf Grund seiner hohen Usability und der Verfügbarkeit in mehreren Sprachen eignet sich das Programm vor allem auch für Neulinge im Usenet. Besonders komfortabel ist das Anhängen von Binärdaten (Binary Usenet), um sie mit anderen zu tauschen. Oftmals wurden viele Copyright geschützte Daten verbreitet, aber auch hier arbeitet die Community zusammen und meldet die Dateien, sodass sie vom Netz genommen werden.

Um alle Funktionen des Usenet umfassend nutzen zu können, empfiehlt sich der Zugang über einen Usenet Provider. Zu den bekanntesten Providern gehören beispielsweise Usenet.nl oder UseNeXT, die ihren Kunden einen kostenpflichtigen Zugang zum Usenet bereitstellen. So bietet UseNeXT auch zunächst einen 14-tägigen kostenlosen Testaccount an, mit dem jedermann das Usenet unverbindlich testen kann. Schnell wird sich dabei für den ein oder anderen herausstellen, wie leicht das Usenet zu bedienen ist und welch großen Spaß es macht, ständig neue Inhalte zu entdecken und sich mit anderen aktiv auszutauschen.

Gastbeitrag von Michael Klein

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