Beratung – sehr gerne wenn es um Stromtarife geht

Daniel 25/07/2012


Als gelernter Elektroniker nimmt man gerade in der Zeit der Energiewende eine sehr stark beratende Rolle ein. Dabei ist es vollkommen egal ob es beruflich oder privat der Fall ist. Besonders gut zum Vorschein kommt dies bei der Beratung von Stromtarifen. Die Strompreise werden nicht mehr sinken, also gilt es hier umzudenken und zu sparen, zu wechseln oder selbst Energie zu erzeugen.

Der erste Weg wäre also den Anbieter zu wechseln, doch da gibt es etliche Stolperfallen. Zwar wird ein Wechsel als sehr einfach angepriesen, was er im Grunde auch ist, aber dafür müssen zunächst die Basics begriffen worden sein. Damit meine ich die schwarzen Schafe oder auch Risikoanbieter. Explizit geht dieser Wink zum Beispiel an TelDaFax. Die mit einem Vorkasse-System und späterer Insolvenz einen immensen Schaden angerichtet haben. Ich würde die Aktion von TelDaFax nicht als Abzocke unbedingt verschreien, aber solche Fallen wie dort gilt es zu enttarnen.

energie

In der Grafik habe ich mal einen bekannten Vergleichsrechner verwendet. Nur um einmal die vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Angaben wie Kundengruppe, Postleitzahl, Stromverbrauch im Jahr und die Vertragslaufzeit sind hierbei Standardabfragen. Auch die Kündigungsfrist zählt dazu und ist ein sehr wichtiger Aspekt.

Tarife mit Vorauskasse berücksichtigen?

In der Grafik ist der Haken nun gesetzt, ich würde diesen herausnehmen und empfehle keinen Anbieter mit diesem Zahlungssystem zu wählen. Im Beispiel von TelDaFax sind die Folgen deutlich geworden. Das Geld war weg. Lieber einen Anbieter wählen, der auch eine monatliche oder quartalsweise Zahlung ermöglicht. Zwar handelt es sich dabei um einen Abschlag, aber dieser Betrag ist deutlich geringer, als eine Zahlung im Voraus über teilweise sogar ein Jahr.

Der Haken bei „Tarife mit Kaution“ kann in der Regel gesetzt werden. Im Falle einer Insolvenz wäre dieses Geld zwar auch weg, aber vergleicht die Summe mal mit einem Vorschuss von rund 5000 kWh pro Jahr.

Weitere wichtige Optionen

Einige Anbieter bieten einen einmaligen Bonus an. Auch dieser kann durch das Setzen des Haken mitberechnet werden. Bekannt sein dürften die typischen Wechselboni und Neukundenboni. Wer es ganz geschickt macht, kann da durchaus noch zusätzlich Geld sparen. Hier gilt es aber nicht den Anbieter mit dem höchsten Bonus auszuwählen.

Sehr beliebt sind mittlerweile reine Ökostromanbieter. Auch dafür bieten sämtliche Vergleichsrechner in der Regel ein passendes Auswahlfeld an. Wer dies unbedingt möchte, kann sich explizit nur solche Anbieter anzeigen lassen.

Worauf ich verzichte und nicht unbedingt empfehle sind Tarife mit einem kWh-Paket. Hier wird für ein Paket an Kilowattstunden bezahlt. Liegt der Verbrauch darüber, können sehr hohe Kilowattstundenpreise für jede Kilowattstunde darüber ein Problem werden. Andersherum muss geschaut werden, ob bei geringerem Verbrauch der Anbieter eine Rückzahlung tätigt. Deshalb verzichte ich in aller Regel auf den Haken, da es hier Stolperfallen im Vertrag geben kann.

Es wird schon deutlich, so ein Vergleich ist schnell gemacht, aber die Stolperfallen liegen im Kleingedruckten.

  • Jochen

    Bei Stromtarifen sollte man sich immer mehrere Anbieter im Netz sehr detailliert anschauen. Zu einer Zeit, als das bei mir noch nicht so üblich war, bin ich auch mur nach dem Preis gegangen – ohne aber auf das Kleingedruckte und mögliche Zusatzkosten zu achten. Das hat mich dann auch schnell eines Besseren belehrt. Denn plötzlich wehte ein Vorauszahlungsbescheid herein. Da hab ich nicht schlecht gestaunt. Was also tun? Erstmal zahlen, aber so schnell wie möglich wieder einen neuen Anbieter finden.

  • Micha

    Ich finde es immer noch unerhört, dass es in Deutschland zugelassen ist, dass alle Anbieter unterschiedliche Modelle der Preisgestaltung haben und der Kunde letzlich der Dumme ist, der genau hinschauen muss. Ich weiß, das jeder nur unser Bestes will, unser Geld. Aber warum werden die Stromanbieter nicht verpflichtet, die Kalkulation kundenfreundlicher zu machen. Es ist doch auch für die nur besser, wenn sie transparenter und damit vergleichbarer sind. Aber das scheint niemand wirklich zu wollen. Wer sich günstiger gibt, muss es nicht immer sein. Das gilt beim Strom genauso, wie bei Flugpreisen oder bei anderen Dingen. Ich plädiere für eine einheitliche Linie, damit Vergleichbarkeit möglich ist.

  • http://www.xyonline.de Daniel

    @Micha ein Vergleich kann gegeben sein Ein Anbieter gibt den Arbeitspreis an. Dadurch kann selbst verglichen werden. In einigen Vergleichsrechner müssen dazu aber die weiteren Details angeschaut werden. Somit sind die Preise durchaus transparent, man muss eben mit den dort gegebenen Zahlen auch arbeiten können.

    Das erwarte ich aber gar nicht von jedem und daher gibt es eben Elektroniker die sich damit auskennen.

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