Ist das Usenet illegal?

Daniel 25/06/2012


Ich glaube ich könnte mittlerweile eine Artikelreihe daraus basteln. Erst habe ich euch in einem Artikel erklärt, was das Usenet ist und wie es funktioniert. In einem zweiten Beitrag wurde dann darauf eingegangen, ob das Usenet in Zeiten der Cloud überhaupt noch genutzt wird. Die Antworten dazu findet ihr in den jeweiligen Beiträgen. Früher wurde das Usenet viel stärker genutzt. Zumindest nehme ich es so wahr. Kann mich da natürlich auch irren und die Zahlen haben eher noch zugenommen.

Viel interessanter finde ich da doch noch die Frage, ob solche Netzwerke illegal sind und warum es noch immer so viele Anbieter davon gibt. Spätestens nachdem Kim Schmitz und Megaupload gestoppt wurde, gerät auch das Usenet noch weiter in die Kritik. Wobei hier unterschieden werden muss, denn das Usenet ist kein Filehoster in dem Sinne. 

Ist das Usenet illegal?

Das Usenet an sich ist nicht illegal und stellt im Grunde ein globales Kommunikationssystem dar. An dieser Stelle nutze ich mal einen kleinen Auszug aus Wikipedia dazu:

„Es stellt fachliche Diskussionsforen aller Art in reiner Textform zur Verfügung, die Newsgroups, an denen grundsätzlich jeder teilnehmen kann. Der Teilnehmer verwendet dazu üblicherweise einen Newsreader. Es stellt eine bedeutende Wissenssammlung dar, die in die späten 1980er zurückreicht. Daneben gibt es auch die Parallelstruktur des Binary Usenet, das auch Binärdateien als Anhänge mitverteilen kann.“

Genau hier möchte ich auch einspringen. Anbieter, wie sie auch auf http://www.filmeflatrate.de/filme-download-flatrate/ zu finden sind, sind nicht illegal. Sie stellen einen kostenpflichtigen Zugang zum Usenet zur Verfügung. Wenn wir also aus unserer Sicht von einem Usenet sprechen, dann meinen wir genau das Binary Usenet. Die Sache mit den Newsgroups habe ich nie wirklich verfolgt, geschweige denn genutzt.

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Was ist nun aber daran illegal?

Illegal ist das Usenet an sich nicht, sondern der User, der sich illegal im Usenet verhält. Es geht hierbei um Dateien und Dokumente die geschützt sind und als Raubkopie zu ergattern sind. Diese gib es in großen Mengen in diesen Netzwerken. Das perfide daran ist, dass diese Netzwerke auch noch damit werben. Rechtlich können diese aber nur schwer belangt werden und teilweise ist es gar nicht möglich.

Stellt ein Nutzer also illegale Inhalte im Usenet zur Verfügung, kann er und auch derjenige der den Download startet belangt werden.

Fazit:

Ich selbst habe früher aktiv das Usenet genutzt. In den letzten Jahren habe ich aber auf diese Netzwerke nicht mehr zurückgegriffen. Die Gefahren sich darüber Trojaner und Viren einzufangen ist einfach zu groß, Gleiches gilt eben auch bei Download von illegalen Dateien die dann nur in das Usenet gestellt wurden, damit darüber illegale Aktivitäten aufgespürt werden können und diese Personen belangt werden. Ich brauche so etwas nicht. Will ich einen Film schauen, leihe ich mir diesen aus oder gehe eben ins Kino. Lovefilm und andere Anbieter bieten mir da eine preisgünstige und legale Option und bei der Musik genügt mir Spotify und der Download von Musik über YouTube oder eben Internetradio.

Foto: Gerd Altmann  / pixelio.de

  • http://www.joergschueler.de Jörg

    Früher konnte ja nur derjenige rechtlich belangt werden, welcher illegal Filme und Musik zum Download anbietet. Dies ist bei allen Filesharing Tools wie eMule, Gnutella, Bearshare und Co automatisch der Fall, da heruntergeladene Segmente bereits vom eigenen Rechner wieder an andere Nutzer weitergegeben werden.

    Aktuell ist auch der Download strafbar, aber auch wiederum nur, wenn er aus offensichtlich illegalen Quellen stammt. inwieweit dies beim Usenet der Fall ist bleibt zu beobachten.

    Grundsätzlich sollte man wirklich die Finger davon lassen. Alleine bei der Suche nach Seriennummern oder Keyceatoren für Software hat man eine fast 100% Chance auf Trojaner und Viren zu stossen.

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