Keine Elektronikartikel von Amazon mehr für Österreich

Daniel 27/04/2012

Ein Streit des österreichischen Rechteverwerters mit der führenden Internethandelsplattform Amazon hat zur Folge, dass durch letztere nun teilweise keine Elektronikartikel nach Österreich versandt werden.  Berichten der Tageszeitung Die Presse zufolge handelt es sich hierbei in erster Linie um Elektronikartikel, die als Speichermedien dienen.

Amazon versicherte der Zeitung, es handle sich bei dieser Entscheidung nur um eine vorübergehende Maßnahme und man werde alles daran setzen, diesen Streit möglichst bald aus der Welt zu schaffen.  Auch wenn keine Details verlautbar wurden, so konnte die Presse dennoch in Erfahrung bringen, dass es  bei diesem Streit scheinbar auch um eine Entscheidung gehe, die der Europäische Gerichtshof zukunftsnah verkünden wird. 

Amazon

Prinzipiell geht es in diesem Streit darum, dass der österreichische Rechteverwerter Austromechana der Überzeugung ist, dass Amazon bei einer Lieferung bestimmter Elektronikartikel nach Österreich Urheberrechtsabgaben leisten müsse. Dieser Überzeugung widerspricht Amazon und so kam es zum Streit und schließlich zu einem Auslieferungsstop für USB Sticks, Speicherkarten und andere speicherfähige Elektronikartikel.

Nun ist jedoch Amazon nicht der einzige Händler, mit dem Austromechana genau über jene Urheberrechtsabgaben  streitet.  In der Regel möchte der österreichische Rechteverwerter Urheberrechtsabgaben in Höhe zwischen zehn und fünfzehn Euro beispielsweise für Festplatten haben. So ist er denn mittlerweile mit mehreren deutschen Unternehmen im Streit. Wann diese Streitigkeiten ein Ende haben werden, ist momentan noch nicht absehbar. Demnächst werden die Österreicher noch ein wenig auf bestimmte Elektronikartikel von Amazon verzichten müssen.

Quelle: golem.de
Foto: amazon.de

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