Konkurrenzdenken unter Bloggern nicht erwünscht

Daniel 11/12/2011


Konkurrenzdenken sitzt leider bei uns Deutschen anscheinend fest im Kopf und scheint sich dort regelrecht verankert zu haben. Klar ist es schön einen Anker zu werfen, aber genau an dieser Stelle? Konkurrenzdenken ist in gewisser Weise auch gesund, aber auch immer sinnvoll?

Wir Blogger haben ein Problem. Blogs sind der Allgemeinheit kaum bekannt und erhalten nicht immer den nötigen Anklang und Respekt. Doch wie viele Inhalte im Netz aus Blogs stammen, wird einem erst nach und nach bewusst. Was hat dies aber nun mit Konkurrenzdenken zu tun?

Ende 2009 habe ich mit dem Bloggen begonnen und konnte mich seit dem stetig weiterentwickeln. Einige bezeichnen Blogger als „Personen die mit ihren Halbwissen prahlen und die Inhalte sowieso keinen interessieren“. Merkwürdigerweise kann dies nur von Leuten stammen, die keine Ahnung haben. Denn die Besucherzahlen sprechen für sich und das dürfte jeder Blogger selbst genauso wissen. Auch die Anzahl der Kommentare und getätigten Sales oder Leads im Affiliate sprechen da für sich.

Doch genau solche Menschen gehören eben zu der Allgemeinheit, die wir informieren müssen. Wir und informieren? Ja, im Grunde handelt es sich bei der Fülle an Blogs um eine „Gemeinschaft“. Natürlich gibt es in jeder Gemeinschaft, wie auch in einer Klasse, einer Jugendfreizeit oder einer Clique auch immer Spaltungen in kleinere Gruppen. So mag der eine Blogger den einen lieber wie den anderen Blogger.

In einer Zeit, wo Linkgeiz und Kommentarfaulheit anscheinend keine Grenzen kennen, müssen Blogger zusammen arbeiten und dahin arbeiten, dass Blogs an Anerkennung gewinnen. Dies ist jedoch denkbar schlecht, wenn das eigene Konkurrenzdenken vorhanden ist und man Angst hat, der andere Blogger könnte bei einem Link zu einem anderen Blog mit ähnlichem Beitrag eventuell einen Leser verlieren oder gar einen Kauf über ein Affiliate-Link.

Egal was ich jetzt in den letzten Zeilen geschrieben habe, ab und an ist Konkurrenzdenken ok, aber nicht immer angebracht. Hin und wieder müssen wir zusammen arbeiten und die Stärken der Blogs den Unwissenden mal aufzeigen. Es ist also eine Art Appell an euch, dass ihr hin und wieder vielleicht gezielt nach ähnlichen Beiträgen suchen sollt und diese verlinkt. Bei Partnerschaften zu Firmen vielleicht bekannte Blogger vorschlagt oder eben einfach zusammen arbeitet.

Ich nehme ein Beispiel aus meiner Nebentätigkeit. Ich verfasse Texte für andere Projekte, dazu zählen auch Blogs. Also nehmen andere Blogger meine Tätigkeit in Anspruch und ebenso nehme ich hin und wieder die Leistung von Textagenturen in Anspruch. Konkurrenz kann also auch für eine gemeinsame Zusammenarbeit hilfreich sein. Es gibt immer Situationen in denen wir Leistungen gleicher oder ähnlicher Agenturen in Anspruch nehmen müssen und diese eventuell auch auf einen mal zurückgreifen.

Mein Fazit: Malt euch zu dieser Fülle an irgendwelchen Absätzen selber ein Bild von dem was ich damit sagen wollte.

  • http://testdevil.de Dirk

    Daniel, du sprichst mir aus der Seele. Ich setze auch gerne Links zu anderen Blogs, jeder hat schliesslich seine eigene Meinung, auch wenn wir manchmal das gleiche Themengebiet bearbeiten. Natürlich hätte ich im Gegenzug auch gerne eine Link auf einen meiner beiden Blogs, verlange das aber niemals.

    Ich gebe zu, dass auch ich relativ selten kommentieren *schäm* aber ich lese sehr viel und schicke bei Artikeln die mir gut gefallen auch die Social Links auf Facebook, GooglePlus, Twitter, etc. raus. Tut doch niemanden weh mal auf den Gefällt mir, 1+, oder Tweet Button zu klicken.

    Vielleicht kannst du ja mit deinem Beitrag ein paar (wieder) wachrütteln.

    Vergesst bitte nicht – Internet ist das vernetzen von Informationen, ohne dieses würde das Internet gar nicht funktionieren.

  • http://coco-testet.blogspot.com/ Coco

    Ist halt so eine Sache der Gegenseitigkeit. Meine zweijährige Bloggererfahrung hat mir gezeigt, dass zwar alle gerne Kommentare erhalten, jedoch das eigene Kommentieren in anderen Blogs gerne schleifen lassen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mittlerweile auch nur noch in Blogs kommentiere, die auch mal einen Gegenkommentar da lassen, das bezieht sich jetzt nicht auf jeden Post, aber die generelle Regelmäßigkeit macht’s. Komischerweise ist’s scheinbar auch vom Thema abhängig. Ich schreibe zwei Blogs, einen mit privatem “Gedöns” und einen Produkttestblog, das Leserklientel könnte nicht unterschiedlicher sein, auch was das Kommentieren betrifft.
    Liebe Sonntagsgrüße, Coco

  • http://www.vagabund.info Susanne K.

    Hallo Daniel, ein wirklich guter Artikel!!!
    Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen!
    Grüßle Susanne und einen schönen dritten Advent

  • http://www.oberkircher-blog.de Dominik

    Ja da hast du Recht. Das ständige gezicke in der Bloggerszene nervt schon ab und an. Ich geize wieder mit Links noch mit sonstigem.

    Gerne arbeite ich mit anderen zusammen und gerne kommentiere ich auch, so wie jetzt hier. Natürlich auch nur wenn ich wirklich was zu sagen habe!

    Bringt ja nix wenn ich über all nur drunter kommentiere wie toll der Artikel doch ist!

    Und gute Einnahmen in welcher Form auch immer wünsche ich jedem Blogger.

  • http://www.zabang.de Alex

    Du sagst es Daniel. Ich bin aber guter Hoffnung. Vor paar Tagen habe ich einen Artikel geschrieben wie sich die Blogosphäre in 20 Jahren aussehen könnte. Durch die zunehmende Zahl an Blogspam kann man nicht wissen wie es ausgeht.
    Was die Konkurrenz betrifft, die wird es immer geben, so wie auch NEID. Ein gutes Beispiel ist wohl SiN Blog.

    Grüße,
    Alex

  • http://www.dimido.de Martin / Dimido IT

    Hallo Daniel! Ich bin etwas länger als Du als Blogger im Netz unterwegs und kann viele deiner Punkte unterstreichen. Als ich vor 8 Jahren anfing, einen eigenen Blog zu führen, da war der Idealismus an erster Stelle – denke einfach mal an die Geschichte von Robert Basic.
    Dann kam das Thema “Geld verdienen” und da fing das Problem an. Ab diesen Punkt war Werbung in Blogs nicht mehr dazu da, die Kosten zu refinanzieren oder einfach das “Ausprobieren” stand im Mittelpunkt, sondern der beste Profit bei Besuchern mit den meisten Klicks^^
    Heute ist das, was an Blogs noch gibt, entweder volle Idealisten, oder kleine Unternehmen, die Ihre “Gutschein-Blogs” mit aller Macht noch vorne trimmen.

    Hinzu zu den Veränderungen unter Blogs: Robert Basic ist nicht mehr der Vorreiter, der das Verlinken zu anderen Blogs und Quellen perfektionierte und vormachte.

    Weitere eingreifen Veränderung sind Twitter, Facebook und Co – man muss keinen Blog mehr haben, um im Netz sein Wissen und seine Meinungen zu verteilen – dieses Problem ist Weltweit und nicht nur im deutschsprachigen Raum

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