Heatball statt Glühbirne

Daniel 12/10/2010


Die “Glühbirne” wird nach und nach abgeschafft, so darf seit dem 01. September 2009 keine Glühlampen (Glühbirne ist ein falscher Begriff, verwende ihn aber aufgrund der Umgangssprache hier weiterhin) mit 100 Watt nicht mehr verkauft werden dürfen. Ab diesem Jahr dem 01. September sogar keine 75 Watt Glühbirnen mehr. Über ET-Tutorials bin ich über ein wirklich geniales Produkt gestolpert. Der Heatball ist ein Heizelement in herkömmlicher Glühbirnenform und E27 (bzw. E14) Gewinde. Somit passt dieses Heizelement in jede Fassung.

Diese sind von der Bauform identisch mit der Glühbirne, doch werden nicht zum Leuchten, sondern zum Heizen verwendet. Würde man den Heatball in die Energieeffizienzklassen einteilen, so würde dieser mit einem Wirkungsgrad von 95 % die Klasse A erhalten.

Doch wo wird diese Art von Heizelement eingesetzt? Der Heatball kann im normalen Haushalt eingesetzt werden. Zum Kauf stehen 75 Watt und 100 Watt in klar oder matt. Erkennbar sind die echten Heatballs an einem Glasaufdruck. Am interessantesten fand ich jedoch die folgende Beschreibung auf der eigenen Internetseite:

Die Leuchtwirkung während des Heizvorgangs ist produktions­technisch bedingt. Sie ist völlig unbedenklich und stellt keinen Reklamationsgrund dar.

Da konnte auch ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich habe mir selbst eines dieser Heatballs gekauft. Dabei kostete mich das 75 Watt klar E27 Heizelement stolze 1,42 € (Netto). Von jedem gekauften Heatball werden jedoch € 0,30 an ein Projekt zum Schutz des Regenwalds gespendet. Ich habe also etwas Gutes getan, auch wenn ich den Heatball kaum verwenden werde. Die Idee jedoch ist einzigartig und genial, auch wenn ich noch nicht an den großen Verkaufsschlager (aufgrund des hohen Preises) glaube.

Die Glühbirne hat also ausgedient und soll durch die Energiesparlampe ersetzt werden. Doch Energiesparlampen sind nicht immer Energie sparend. So sind die Herstellung und die Entsorgung alles andere als einfach. mit diesem und weiteren Problemen hat sich Chriz in seinem Blog ein wenig auseinandergesetzt. Ich für meinen Teil habe mir trotzdem einen kleinen Vorrat an 60 Watt und 40 Watt Leuchtmittel angelegt. Diese verlassen uns bereits im September 2011 und 2012.

  • http://www.chrizblog.de Chriz

    Genau das Problem hat sich bei mir letztens in der Praxis gezeigt. Im Standesamt, genauer genommen im Trauungsaal war eine Glühbirne defekt und durch die neue Regelung gibts jetzt nur noch die anderen. Und das sieht jetzt unglaublich scheiße aus, da die neuen Birne größer ist, als die davor. :/

  • http://www.xyonline.de stang2k

    Kann ich mir sehr gut vorstellen. Hatte heute erst wieder eine Kundin, der die Form der Energiersparlampe (weißer Rand) absolut nicht gefallen hat und von dem Licht wollen wir erst gar nicht sprechen.

  • http://www.bseplus.de Dirk Daniel (BSEplus)

    Naja, ich verstehe ja die ganze Diskussion gar nicht. Der handwerklich begabte Mensch kann ja zumindest die vorhandenen Stehlampen mit extra durch E27 Gewinde modifizierten Teelichtern für energiesparende Beleuchtung im trauten Heim sorgen.
    An einer Lösung für Hängelampen wird meines Wissens nach allerdings noch gearbeitet.

  • http://technikgeschwafel.wordpress.com/ lechi

    Den Heatball find ich ne super Idee. Da hat sich jemand Gedanken gemacht und kurzerhand die EU ausgetrickst.

Login to your account

Can't remember your Password ?

Register for this site!